Nach einer abgeschlossenen Untersuchung ist der wichtigste Teil häufig noch nicht erledigt: Das Ergebnis so festhalten, dass es beim nächsten ähnlichen Verlauf tatsächlich nützt.
Ein Erfahrungswert ist keine Naturregel
Ein Eintrag wie „nach Änderung des Wechselwassers stabilisierte sich der Leitwert“ beschreibt eine Beobachtung im konkreten Becken. Er sollte nicht zu „diese Änderung senkt immer den Leitwert“ verkürzt werden. Aquarium-Systeme verändern sich mit Besatz, Pflanzenmasse, Technik und Pflege.
Was gespeichert werden sollte
Hilfreich sind Messgröße und Verlaufstyp, der damalige Abschlussbefund, die durchgeführte oder bewusst unterlassene Maßnahme und ein kurzer Merksatz für den nächsten vergleichbaren Fall. Wenn derselbe Zusammenhang später erneut ähnlich dokumentiert wird, kann die Beobachtungsbasis als wiederholt markiert werden.
Unsicherheit erhalten
Auch ein wiederholt beobachteter Zusammenhang ist nicht automatisch kausal bewiesen. Andere gemeinsame Faktoren können übersehen worden sein. Deshalb trennt eine gute Wissensbasis zwischen dokumentiertem Muster, Arbeitshypothese und tatsächlicher Messung.
Wiederverwenden statt kopieren
Beim nächsten ähnlichen Fall dient der Erfahrungswert als Abkürzung für die Prüfstrategie: Welche Messung zuerst wiederholen? Welche Timeline-Stelle ansehen? Welche Hypothese hatte sich früher nicht bestätigt? Die aktuelle Situation wird trotzdem neu bewertet.